Altstra├čen

Entstehungsbedingungen von Altstra├čen

Gro├če Teile der Altstra├čen waren unbefestigte Naturwege, deren Verlauf sich nach der Geologie und der Topografie der Landschaften richtete, die zwischen wichtigen Quell- und Zielgebieten des Verkehrs zu durchqueren waren. Die Talb├Âden waren im fr├╝hen Mittelalter Europas zumeist sumpfig. Die unbedeichten Fl├╝sse traten oft ├╝ber die Ufer und ├Ąnderten dabei nicht selten ihren Lauf. Flussparallele Wege an Talh├Ąngen h├Ątten aufw├Ąndige Terrassierungen erfordert. Furten waren Gefahrenstellen, F├Ąhren, sofern ├╝berhaupt vorhanden, nicht verl├Ąsslich. Br├╝cken waren ein seltener Luxus und konnten durch Naturereignisse oder Gewaltakte zerst├Ârt werden.

Zu den befestigten Ausnahmen geh├Âren Kn├╝ppeld├Ąmme durch Moore (die gab es seit der Erfindung des Wagenrades) und der eine oder andere Hochgebirgspass.

Kaufmannszug2
Im
Hochmittelalter wurden entlang der Handelsstra├čen neue St├Ądte gegr├╝ndet, oft im Schutz einer Burg oder in der N├Ąhe eines Klosters. In den mittelalterlichen Feudalreichen standen die Reisenden auf k├Âniglichen und anderen Hauptstra├čen unter dem Land- oder K├Ânigsfrieden. Der Grundherr, zumeist Inhaber eines Lehens, hatte f├╝r die Sicherheit der Reisenden auf dieser Stra├če zu sorgen. Daraus entwickelte sich im Mittelalter das Geleitwesen. Es gab aber auch Bestimmungen, die die Eink├╝nfte der Feudalherren erh├Âhten und gleichzeitig ihr Interesse am Unterhalt der Wege minderten. So fiel die Fracht eines Wagens an den Grundherrn, wenn eine Achse den Boden ber├╝hrte.[2] Altstra├čen befanden sich nach der ersten Rodungsperiode (w├Ąhrend der Karolinger) auch zunehmend im Tal, da sich durch Bev├Âlkerungswachstum die Siedlungsdichte in den T├Ąlern erh├Âhte. Dadurch gab es immer ├Âfter direkte Verbindungen von Ort zu Ort. H├Âhenwege bekamen die Bedeutung von Schleichwegen, um Zollstellen oder stark befestigte Orte zu umgehen. Sie entwickelten sich durch ihre Lage auf Gebirgsz├╝gen (nat├╝rliche Grenzen) oft auch zu Grenzwegen (siehe Rennsteig).

 Verkehrswege im Mittelalter

Via Regia (lat., dt. K├Ânigliche Stra├če bzw. K├Âniglicher Weg) ÔÇ×war urspr├╝nglich ein Rechtszustand im mittelalterlichen Stra├čenwesen. Im Heiligen R├Âmischen Reich Deutscher Nation waren es Handelswege, die unter dem Schutz der k├Âniglichen Zentralgewalt standenÔÇť.
Via Imperii
bedeutet Reichsstra├če (ÔÇ×die Stra├če, die vom Reiche kommtÔÇť).
Sie ist eine der bekanntesten alten Fernhandelsstra├čen und verlief in Nord-S├╝d-Richtung von Stettin nach Rom. Eventuell ging sie sogar schon von Danzig oder K├Ânigsberg aus.

Via_Imperii_und_Via_Regia

Quellenangaben:
Bild und Text: WIKIPEDIA
Kaufmannszug: IHK-N├╝rnberg
Headerbild: https://www.bayerische-landesbibliothek-online.de