Von Raubrittern und Burgen

Uprode – Der Holzschnitt des Hans Wandereisen von 1523

Auf dem Holzschnitt wird die Burg als bereits zerstört dargestellt. Die Truppen sprengen noch den Bergfried, der bereits in Flammen steht. Zu bemerken ist, dass der Wagen, der sich auf dem Weg zur Anlage befindet, mit „Bulver“ unterschrieben ist. Das ist die einzige Kennzeichnung der FĂ€sser, die auf fast allen Schnitten zu erkennen sind.

Uprode-Burg_Uprode

Die Kriegsakten von 1523

„Waltstain, ain schloßs der Sparnecker, darauff die gefanngen gelegen, die selbst auskomen sindt durch hilff des almechtigen: Item deßselben tags ist durch Wolffen von Freyburg, einem edlman, so von der statt Augspurg zu haubtmann geordnet was, das schloß Waltstain, so des Cristoffen vnd Jorgen von Sparneckh, gebrĂŒdere gewest, darauff die gefanngen gelegen vnd auskomen sind, nemlich Johann Lampartter und Pamgartner, verprennt vnd die gefengnus mit pulfer zersprenngt vnd zerrißsen. Dasselb schloßs ist gar ein mordtgruben vnd nichts erpauen, an einem wilden ortt in einem walde gelegen, vnd nichts darinn gewest.“

Transkription: Waldstein, ein Schloss der Sparnecker, auf dem die Gefangenen lagen, die selbst durch die Hilfe des AllmĂ€chtigen entkommen sind: Am selben Tag ist durch Christoph von Freyburg, einem Edelmann, der von der Stadt Augsburg zum Hauptmann berufen wurde, das Schloss Waldstein, das den GebrĂŒdern Christoph und Jörg von Sparneck gehörte, in dem die Gefangenen gelegen haben und entkommen sind, nĂ€mlich Johann Lamparter und BaumgĂ€rtner, verbrennt und das GefĂ€ngnis mit Pulver zersprengt und zerrissen worden. Dieses Schloss ist eine Mordgrube und an einem wilden Ort in einem Wald erbaut. Es war nichts mehr darin zu finden. (Die Sparnecker flohen vor den nĂ€herkommenden Truppen und nahmen mit, was sie tragen konnten)

Waldstein-RoteSchloss
Quellenangaben:
Text und Bild: WIKIPEDIA